Außerhalb der Ich-Grenzen

Da man nicht alles sein kann, ist man nur etwas. Das schmerzt. Da man nicht alles sein kann, ist man jeweils etwas. Die situative Seite meiner Existenz: Was sich äußern läßt, entscheiden die Augenblicke. Da wirkt so vieles mehr noch ein: Licht, Temperatur, Geräusche, die Schwingungen im Raum und deren Resonanzen im Innerraum des sogenannten Ich. Ich ist das kleine Fahrzeug, mit dem wir unterwegs sein sollen auf Reisen unter den Sternen und dem silbernen Mond. Wir Menschen fahren umeinander herum und geben uns Zeichen, deren Bedeutung wir nicht ganz verstehen. Das ist tröstlich, denn so entsteht das Geheimnis. Es ist nicht das, was man sagen kann. Es ist das, was stets anwesend ist, ohne eigens auffallen zu müssen. Es muß nichts, da es bereits ist. So wie das Meer. Ich habe noch nie von Delphinen geträumt.


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