Aus der Tiefe

Der letzte Satz im Traum lautete: Dann sehen wir uns auf der Maulwurfsfarm. – Im warmen Halbdämmer des Erwachens dachte ich nach. Wo mochte sie liegen, was bauten sie dort an, welche Rolle spielten Maulwürfe? Die graben sich durchs Erdreich und werfen Boden aus, sind fast blind und leben unterirdisch. An ihnen ist nicht viel dran, als Pelzlieferanten fallen sie demnach wohl aus. Ich kam zu dem Schluß, daß der Aushub den Farmern wichtig und teuer sei. Vielleicht verkaufen sie ihn an Gärtner und Blumenzüchter, da er als besonders wertvoll gilt und einige Pflanzenarten nur auf Erdreich gedeihen, das von Maulwürfen ins Freie geschaufelt wurde. Sie lockern den Boden auf und reichern ihn an mit winzigen Partikeln ihres Fells und ihrer Haut, fast schon außerhalb der Nachweisgrenze, doch hochwirksam, wie die Käufer betonen. Die Farmer tragen die Maulwurfshügel ab und füllen die Erde in Spezialbehälter, damit während der Lagerung und des Transports keine Qualitätseinbußen zu beklagen sind. Die Kunden sind anspruchsvoll. Mit dieser Erklärung begnügte ich mich. Jetzt muß ich nur noch herausfinden, was ich dort soll.


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