Davon ausgehend, daß jedes stehende Ding sich noch dort befindet, wo es sich zuvor befand. Der Mond nun endlich zur Sichel. Die Bäume zwischen den geräumigen Fahrbahnen der größeren Straße nicht mehr in Sichtweite. Inmitten der großen Wolke, die sich abgesenkt hat auf unser kleines Viertel der Gnade und des Verdrusses. Einer brütet über der letzten Nachricht, gebeugt über sein flaches Gerät, das sie empfangen hat durch den Nebel dieser Nacht hindurch. Entlang der Autobahn wandeln Wölfe, zweifellos, und die Krähe betritt leise und neugierig morgens den Schlafraum, der kalt sein muß, weshalb die Balkontür offen steht, wodurch sich die Krähe (immer dieselbe) wie selbstverständlich Eintritt verschafft. Ereignisse abseits des verbreiteten Stoffs, der nicht ausgebreitet zu werden bedarf, da ihn alle in den Händen halten, besehen und vorläufig entscheiden, innerlicherseits. Wäre ich nicht bei Verstand, ginge ich davon aus, daß wir dieser Nacht verschimmeln. Doch morgen klärt die frische Kälte uns auf. Sanfter Nebel, gnädiges Schreiten durch leere Alleen. Menschen fliehen die Feuchte, nur der eine traurige Mensch mit seiner Nachricht an der Ecke des Spätkaufs, genau dort, wo gestern die vielen ausgetrunkenen Flaschen einen Hügel bildeten und zwei volltrunkene Männer im Alter verdienter Enttäuschung vor sich hinbrabbelten, als sei noch etwas zu entscheiden – dieser eine letzte Mann mit seiner traurigen Fassungslosigkeit heftete sich in mir fest, während ich den Mond betrachtete und mir dachte, daß er eine Schnitte sei, sich derart verdecken zu lassen von uns und unserem Heimatplaneten. Ganz ohne Einfluß sind wir nämlich nicht. Werfe Schatten, sei Licht.
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