Ins richtige Verhältnis setzen

Wie kann man sich schützen? diskutieren die Leute und überlegen, wo der nächste Anschlag erfolgen wird und ob er dann hier stattfindet. U-Bahnfahrten sind nicht mehr nur unangenehm, sondern für manche bereits beängstigend. Sie sitzen jetzt anders nebeneinander, bilde ich mir ein. Es ist stiller geworden im Untergrund. Die Bahn quietscht über die Schienen, es rumpelt und ruckt, doch von den Fahrgästen ist nichts zu hören. Ab und an telephoniert mal einer. Es klingt idiotisch, doch es beruhigt. Die Gefahr ist näher gerückt, sagen alle. Woanders kennen sie es nicht anders, pro Woche ein Attentat, und haben sich neben der Gefahr eingerichtet. Das Leben geht weiter, so oder anders. Legt sich die Beklommenheit, wenn lange Zeit nichts passiert? Wir haben es jetzt mit der Angst zu tun, die benötigt nicht viel, um sich aufrufen zu lassen. Niemand befreit uns von ihr, außer wir selbst. Den Verstand an die Sache lassen: der kann das.


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