„Wieso, ist doch schön hier“, sagte einer am Swimming Pool und bestellte sich einen weiteren Drink. „Ich habe hart gearbeitet dafür, daß ich hier zwei Wochen unter Palmen in einem künstlichen Paradies liegen darf. Ist mir nicht egal, was da draußen ist, jenseits der Mauern und Absperrungen. Ich kann es nur nicht ändern, die Welt ist wie sie ist.“ Er deutete auf die Hotelangestellten: „Die wechseln täglich hin und her. Die kennen beides. Ich werde dieses Areal nicht verlassen, unter keinen Umständen. Erst zur Abreise, dann nehme ich den Shuttle. Ich mache Urlaub, ich brauche kein Elend, wirklich nicht.“ Er trug eine Sonnenbrille und hatte sich mit Sonnenöl eingerieben. Seine Haut war rötlich braun, er war Anfang vierzig und wirkte angespannt. Jetzt lag er dort, wo Überanstrengung und Selbstausbeutung von ihm abfallen sollten. Dafür war jener Ort geschaffen worden, das hatte man ihm glaubhaft versichert. Neben seiner Liege lag ein Buch, ein Kriminalroman. „Treffen wir uns nachher? Dann können wir unser interessantes Gespräch fortsetzen“, sagte er. Ich nickte und kam mir vor wie in einem Traum und suchte den Ausgang und fand ihn auch. Ihn ließ ich zurück, als sei ich ein Verräter.
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