Wie die Ereignisse wirklich zueinander in Verbindung stehen, ist uns staunenswert unbekannt. Das oft verwendete Wort Zufall ist ein Zwischenlager für alles scheinbar Unverbundene und Unverwandte. Aus solchen ungeplanten und nicht planbaren Begegnungen und Zusammentreffen besteht ein Großteil unseres Lebens. Auf den Zufall ist Verlaß, doch aufrufen oder steuern läßt er sich nicht. Hätten wir eine bessere Einsicht in die Zusammenhänge des Lebens, würde sich der Zufall vielleicht mehr und mehr auflösen und die wahre Bedeutung der Ereignisse täte sich auf. Wir lebten dann in einem geistigen Kosmos, der sich sinnlich offenbart – oder tun es bereits jetzt. Welcher Geist? Das Gemeinschaftswerk aller Lebewesen zu allen Zeiten seit Anbeginn und zugleich die Bedingung ihrer Entstehung und Existenz. Der Sinn zur Sinnlichkeit. Manche nennen das Gott. Ein solcher Name ist nicht zwingend. Eine andere Auffassung würde in allem, was geschieht, die Poesie erkennen: eine Dichtung aus Blut und Blumen. Wenn das ganz und gar Unwahrscheinliche geschieht, das die Misere beendet, sprechen die Menschen von einem Wunder.
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