Nun beginnt das Gelächter der Vögel erneut, und ich weiß zu dieser Stunde, daß es irrwitzig egal ist, ob sie aus Lust oder Angst zwitschern und tirilieren, denn beides wäre leicht und billig zu verstehen. Wie treiben wir es denn? Wer singt, wer schreit? Hören wir den Unterschied heraus? Manchmal schon habe ich die Angst in den Augen gesehen oder die Panik in der Stimme gehört. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sich verstellt, um für stark und sicher gehalten zu werden, während man (ich) in Wirklichkeit schwankt, zittert und zagt. Eben darin geübt, nahezu professionell. Viel zu oft, denke ich nun, derweil die Vögel schreien in der Verzweiflung ihrer Lebenslust.
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