Reprise

Vielleicht, vielleicht habe ich ja das Schlafen verlernt. Auf diese Weise verlöre ich „langsam aber sicher“ den Verstand und führe geradeaus in den Expertenbezirk des Eingeschätztwerdens. Last Night I Rocked the Room Like Elvis and Had Them Laughing Like Richard Pryor auf den Ohren und einwärts in den Kopf, laut. Der Regen ist zuende, weitergezogen, hat aufgehört, jedenfalls ist es ruhig, bis auf die lauten Vögel. Ich habe heute zuviel gesehen oder verstanden, wie kann ich da schlafen? Father’s Day folgt, weiter durch die helle Nacht. Nein, ich fürchte nicht die Schlaflosigkeit. Ich stelle sie mir nur vor und kenne auch die Gedanken dazu, Kreisbewegungen, Gebete, Gehorsamsübungen des gefesselten Verstands, der sich nicht beruhigen mag, sondern immer wieder und wieder immer das blödbekannte Zeug nachfaselt und sich nicht versteht und den Ausgang nicht finden kann und darin einem Versuchstier ähnelt, das im Labyrinth stets dieselben Gänge entlang eilt, weil da doch was sein muß, das einem Ausgang ähnelt oder einer ist. Nimm dich aus dem falschen Bild, liebe Maus. Über Insomnie macht man keine Witze, über das Irrewerden nicht? Ich dachte, genau dort sollte er sich zeigen und beweisen. Da der Humor fehlt, fehlt auch der Schlaf. Aber wer kann schon über sein Unglück lachen? Ja, Beautiful You. Bilderkennung. Sich selbst zusehen, dabei erkennen, was das ist.


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