Sie wollte Tennisspielerin werden, Tierpflegerin, alles, vieles. An der Musik blieb sie dran, letztes Jahr erschien das Debütalbum Sometimes I Sit and Think, and Sometimes I Just Sit. Geboren 1988 in Sydney; Novemberkind; seit kurzem auch außerhalb Australiens als Singer-Songwriterin bekannt; verglichen mit dieser und jener – von mir aus noch mit Lucinda Williams, deren Name auf der Liste der angeblich Vergleichbaren fehlt. Hilflosigkeit der Musikkritiker, die – typisch menschlich – das Unbekannte auf Bekanntes beziehen, um noch was zu wissen. Ihr Berlin-Auftritt von 2015 ist aufgezeichnet worden, zwischen den Songmitschnitten gibt es Interview-Passagen und anderes. Da wird deutlich, daß Courtney Barnett eine bescheidene Person ohne Allüren ist, und warum sollte eine gut geerdete Person wie sie welche haben. Lieber zersäbelt sie die Luft mit ihrer messerscharfen elektrischen Gitarre und singt dazu, als sei es nichts. Zu sehen und hören auf dem Pitchfork Festival, ebenfalls 2015. Man lernt sie ja gerade erst kennen. Depreston.
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