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Vor dem thailändischen Restaurant sitzen die Gäste auf Bänken und schauen von ihren Tellern auf, denn vor ihnen tanzt einer mit freiem Oberkörper auf der Straße und spricht wirres Zeug. Nicht so sehr, was er sagt, ist von Interesse, sondern wie er es sagt. Aus seinem Innern befreien sich die Bilder und Ideen, er setzt sie in Bewegung um und spricht dazu in einer durch Rauschmittel herbeigeführten Ekstase einfache Worte. Er grölt nicht, er stänkert nicht. Er dreht sich in seinem Glück um sich selbst und erfreut oder erschreckt damit die Zuschauer, die er sich gewählt hat. Sie möchten nicht mit ihm tauschen. Er kann keine Restaurantmahlzeit bezahlen, das sieht man auf einen Blick. Er lebt von der Hand in den Mund und vom Augenblick. Jetzt dreht er längs und umtanzt die Laterne, berührt sie nicht. Auch du bist schön, murmelt er. Die Passanten weichen ihm aus, schauen befremdet. Sie sind einiges gewohnt, doch dieser einsam schöne Tänzer scheint sie zu überraschen. Er ist schon recht alt, seine Haare sind grau. Er ist sicher harmlos, doch normal ist er nicht. Nun breitet er die Arme aus, das sind seine Flügel. Die schlägt er langsam, als bereite er sich vor. Bald hebt er ab, dann fliegt er fort.


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