13:13 – das ist aber eine schöne Uhrzeit! Morgen ist der 13. Tag im September, da wird gefeiert. Nun hat 13:15 begonnen und bleibt nur sechzig Sekunden lang. Zeit ist eine rätselhafte Dimension, mit der ich gedanklich niemals fertig werde. Ohne die Veränderungen im Raum gäbe es keine Zeit. Sie beruht auf kosmischen Gesetzen und dem irdischen Tag und Nacht. Es gab eine Zeit, da lebte ich außerhalb der Zeit, viele Jahre lang. In meiner Erinnerung saß ich damals im Garten unter einem Baum und schrieb. Andere waren auch da und taten das Ihre. Wir waren verbunden, es gab sehr viel Schabernack. Was ich damals schrieb, habe ich bis heute nicht gelesen. Es müßte von etwas handeln, was es heute nicht mehr gibt, nicht für mich. Sich abseits zu halten ist eine Kunst eigener Art. Sorglos war ich nie. Die Tage und Jahre verstrichen nicht unbemerkt, nur war mein Bewußtsein nicht auf sie eingestellt. Vielleicht war es die Zeit, in der ich mich herstellte, in der ich mich schuf. Dabei darf man nicht auf die Uhr sehen, das verpfuscht das Werk. Während ich es tat, wußte ich nicht, daß ich es tat. Zugleich war es der Soundcheck. Die lange Vorbereitung auf ein Später, das jetzt allmählich beginnt. Ich beginne, mir zu vertrauen. Das war es, worum es ging. 13:31
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