Auf dem Heimweg. Ich war kurz dort, wo ich sein kann, ohne den Eindruck zu gewinnen (ich gewinne ihn schnell), ich sei oder säße ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Wie leicht ich mich illegitim fühle. Stets nur an jenen Orten und inmitten jener Menschen, für die ich nicht gedacht zu sein scheine. Die Familien machen zu. Wie ich wohl gemeint bin. Wohin ich gehöre. Mit wem ich mich zu verbinden vermag. Welche Gedanken zu mir passen, welche Aussagen ich noch werde zu treffen haben.
Ein Satz folgte mir über die Kreuzung, während das grüne Ampelmännchen leuchtete. Er lautete: Die Einsamkeit fürchten oder von der Einsamkeit gefürchtet werden. Nein, er lautete: Lange Zeit fürchtete ich die Einsamkeit, doch nun fürchte ich, sie zu verlieren. In ihr allein liegt nicht der Halt, keineswegs. Doch sie erlaubt und ermöglicht den vollen Schmerzgenuß, die Drift ganz an den Rand des Erträglichen, genau dorthin, wo die Brände lodern, deren Flackern die Szenerie des Selbst (ungeschützt) beleuchtet und belichtet. Man war dort. Gezeichnet kehrt man zurück.
Fortführung der bekannten Kriege im Inneren der Person. Ich bin.
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