Andere Tage. Die Farben fallen. Am Himmel die Zeichen des Verschwindens. Jeder schlägt sich durch, versucht es. Die Luft riecht nach:
Arten und Weisen der Einstellung, Arten und Weisen der Wirklichkeit.
Die Göttlichkeit der Dinge und der Wesen. Jeder ist befähigt, sie zu spüren und zu leben. Das ist unheimlich. Man würde sich nie wieder unter etwas stellen, sondern verkehrte mit allem auf einer Höhe. Sofort veränderte sich die Haltung, von Grund auf.
Heute war ein guter Tag. Das erste Mal seit dem 6. März letzten Jahres war niemand auf diesen Seiten. Zunächst erschrak ich, doch dann dachte ich:
Sich nie wieder unter etwas stellen, mit allem verkehren auf einer gemeinsamen Höhe. Sogar mit Gott, den Göttern und allen stellvertretenden Majestäten.
Ein Fest feiern mit den Göttern aller Zeiten und Breiten – einen jeden hören und fragen, was sie oder er weiß und zu berichten hat aus den Gefilden seiner oder ihrer tiefen Einsicht. Niemals annehmen, ausgerechnet jetzt und hier sei etwas Großartiges gelungen. Wozu denn solches Vorurteil.
Es scheint mir absurd, daß sich ein einzelner Gott aufzutürmen traut, um die anderen zu überstimmen. Die Voraussetzungen einer solchen Konstellation sollten geprüft werden. Die eine Wahrheit – für wen?
Die Idee besteht darin, daß das Eine alles andere umfängt und bändigt. Sofern „das Eine“ das kann, möge es das tun. Bisher bin ich skeptisch und sehe die blutigen und endlosen Streitereien. Viel Verschiedenes möchte das Eine sein.
Die Weisheit des Verzichts scheint nicht verbreitet. Die Karawanen ziehen, die Wüsten sind ausgedehnt und heiß. Die Zeit ist ein Teppich aus Geduld. Die Waren gelangen ans Ziel.
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Lieber Holger, das erste Mal auf Deiner Seite, warum erst jetzt? Die Frage verpufft sehr schnell denn es ist niemals zu spät. Bin, mal wieder, sehr angetan, sehr berührt. Danke, es soll nicht das letzte Mal bleiben. Christiane