Nicht gleich, sondern

Keine Verwunderung, nur ein erneuertes Erstaunen, wie wenig die Jüngeren und die Jungen an den Tod denken. Er kommt in ihren Rechnungen nicht vor, kaum je in ihrem Leben. Auch die Älteren halten sich bedeckt, meiden das Thema. Beinahe so, als könne die Erwähnung dazu führen, daß ER zuschlägt. Seine Majestät, der Beender. Ich bedenke meine Kindheit neu, seit heute, seit ein paar Tagen. Ich bin nicht gestimmt, anderen oder nur mir allein etwas vorzumachen, denn solches macht mich müde. Müde macht mich, wenn jemand sich anstrengt, mir etwas zu beweisen. Ich weiß es längst, ich vertraue. Sonst käme doch gar nichts zustande. Jeder gibt sein Bestes, ganz gleich, wie viel es ist. Wer nichts geben kann, nimmt ohne Einsatz teil, scheint es, täuscht es. Alle sind dabei, wenn das Leben auftanzt mit dem Tod und sie sich in den Armen halten wie ein Paar aus Gegensätzen. Die Gegensätze sind es, die Gegensätze. Sie bilden.


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