Einen neuen Weg nach Hause finden. Die Straßen sind dunkel, feucht und neblig. Fremde Gestalten kommen entgegen, erscheinen bedrohlich. Um die Straßenlaternen ist ein Schimmer. Es fahren keine Autos, die Läden sind geschlossen. Sie haben die Schriftzeichen geändert, nur die Zahlen sind geblieben. Niemand spricht, die wenigen Gäste in den Bistros schweigen und sehen geradeaus. Weiter vorn blinkt es, beim Näherkommen wird deutlich, daß es sich um einen Rettungswagen handelt. Jemand spricht auf dich ein, ein Passant. Er fuchelt aufgeregt mit den Armen, Augen und Mund sind weit geöffnet. Offenbar schreit er lautlos. Der Blick geht in die Runde, wo noch andere stehen und dich ansehen, als wärst du gefährlich. Sie fürchten sich. Du hältst etwas in der Hand, umklammerst es. Anders als gedacht ist es nicht die Tasche mit den Büchern und den Briefen, sondern ein langes Fleischermesser. Auf der Transportbahre liegt ein Mann voller Blut, Schläuche sind an ihm befestigt. Du kommst von woanders, warst gar nicht hier. Wie ist das Messer in deine Hand geraten, wo ist die Tasche geblieben? Schon läufst du davon, fort von dem blinkenden Licht, in den Nebel hinein. Nun ist die Tasche wieder da. Du stehst in einem Eingang und öffnest sie. Da sind die Bücher, da sind auch die Briefe, und in sie eingewickelt liegt das Messer. Es klebt kein Blut daran, es gehört dir nicht. Du bist nicht zuhause, denn hier verstehst du kein Wort. Es gibt keine Polizei und niemand sucht dich. Alles nur Geschrei, denkst du und versuchst ein Lächeln. Du sprichst mit dir selbst, damit jemand mit dir spricht. Du sagst: Es wäre gut, einmal wieder träumen.
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