Genug des Trübsinns. Durch den Nachmittag in den Abend, mit einigem Tempo, wirkungsvoll unterstützt: Positively Crazy und I’m Not Running Anymore: „but I’m on my way, that for sure“. Der böse Onkel ist vergessen, soll er seinen Weg gehen. Das Leben fühlt sich wieder an. Der Schwere einen Tritt verpaßt, sie versteckt sich unter dem Sofa. Melancholie ist eine Allesfresserin, man muß sie in Schach halten. Manche kennen sie nicht, haben sie nicht mal von weitem gesehen, denen fehlt auch was. Mit Miss Missy weiter, die trümmert sich durch. Mich zu hören war nie cool, hat Mellencamp mal gesagt. Kann sein, nein: stimmt, liegt aber daran, daß er sich verkannte, inszenierte und im Weg stand. Sicher dauert es, bis man sich die eigene Wahrheit und Schönheit erschließt. Man darf nicht zu viel bezwecken wollen mit dem, was man tut oder sagt. In unseren Gesellschaften und Geselligkeiten des Existierens ist Natürlichkeit das durchaus Schwierige. Key West Intermezzo: Begegnung in einer Bar, Untertitel I saw You First. Liebespaare erzählen sich ihre Geschichte wieder und wieder, denn sie sind die Kinder, die das Märchen hören wollen, das sie erzählt und ermöglicht. Jackomo Road ist ein melancholisches kleines Meisterwerk. Mit Life Is Hard in die nächste Kurve, nicht entgleisen.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.