Die Besprechung (der Themen, gleich welcher) wird ernsthaft und gravitätisch vollzogen, sagen wir: würdevoll und angemessen, sagen wir: so, als schaue Gott zu. Daß Gott sich totlacht, ohne wirklich zu sterben, ist nicht vorgesehen, denn Gott lacht nicht. Gott lacht niemals, denn es ist nicht an Gott, zu lachen. „Gott ist total überfordert, das sieht man doch“ – sagte mir heute eine Dreizehnjährige. Ich fragte sie nach dem Grund. „Vielleicht liegt es daran“, sagte sie, „daß er damals noch dort war, während er nun überall sein soll.“ Dort wo? „Dort in Palästina, oder wie die Gegend heißt.“ Hätten demnach die Christen einen entscheidenden Fehler begangen, nämlich den: zu glauben, jener Gott könne überall sein und herrschen, mithin: aufpassen, lenken und schützen? Er war doch ein Stammes- oder Volksgott, nicht mehr, nicht weniger. Warum gibt es kein göttliches Gelächter mehr seit seinem Erscheinen, warum ist die seriöse Welt in absurder Ernsthaftigkeit erstarrt, warum erkennt niemand den geradezu himmelschreienden Wahnwitz dieser Angelegenheiten namens Religion, Glauben, Bekenntnis, Absolutes usw.? Gott ist noch gar nicht geboren, scheint es mir. Er wird erst noch, und die Späteren arbeiten daran.
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