Schnittstelle schaffen

„So what if you could type directly from your brain“ … Tastenloses Verfassen und Absenden von Textnachrichten, aktuelle Vision des Hauses Facebook, vorgestellt am Mittwoch. Man müßte die entsprechenden Gehirnströme mit Sensoren an der Kopfoberfläche abnehmen, sie auswählen, kontrollieren, in Schreibbefehle umsetzen und an das Smartphone übertragen. „Solche Techik existiert heute nicht, wir werden sie erfinden müssen“, wird die zuständige Managerin zitiert. Ziel sei es, auf hundert Worte in der Minute zu kommen. Sechzig Forscher und Entwickler widmeten sich in ihrem Haus diesem ehrgeizigen Ziel. Keineswegs sei es Facebook darum zu tun, die Gedanken der Menschen zu lesen – dies sei niemandem gestattet. Nur solche Gedanken, die ans Sprachzentrum weitergeleitet werden, seien auszuwählen. Daß das Vorhaben im Bereich des Möglichen liegt, wird mit Verweis auf eine gelähmte Frau, der es im Rahmen von Forschungen an der Stanford-Universität gelingt, Buchstabe für Buchstabe acht Wörter pro Minute zu schreiben, bewiesen. Bei dieser Patientin wurden Elektroden implantiert, da nach aktuellem Forschungsstand Messungen auf der Kopfhaut zu ungenau sind. An genau dieser Stelle wird Facebook auf den Interface-Zug springen.


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