Geträumt

Amerikanische Einsamkeit auf den Bildern von Edward Hopper. Menschen an Fenstern, draußen die leere Weite des Tags, sie schauen hinaus und warten. Es ist zu heiß, um hinauszugehen. Vielleicht warten sie auch gar nicht, vielleicht wissen sie, daß nichts kommt. Die immer gleiche Frau,  angezogen und nackt, Josephine Hopper. Er starb 1967, sie im Jahr darauf. Menschen im Kunstlicht von Cafés oder Bars, sitzend am schwarzen Saum der Nacht, seltsam teilnahmslos. Als sei bereits alles gesagt, als müsse man die Kräfte sparen für den Heimweg oder das plötzliche Erwachen im Tod.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Geträumt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert