Was es ist

Bei dem, was ich sage und schreibe, geht es mir nicht darum, freche oder riskante Behauptungen aufzustellen, geschweige denn, recht zu haben. Ich weiß nicht, ob etwas „wirklich so ist“, wie ich es empfunden habe oder beschreibe. Ich glaube nicht, daß irgendwer weiß, was wirklich los ist. Außer Gott, aber der ist zu einem verschwommenen Gemälde verkommen, zu einer Höhlenmalerei. Ich probiere lediglich aus; indem ich schreibe, probiere ich aus, ob und wie eine Angelegenheit passen könnte. Was ich schreibe, sind meine Zurechtlegungen sogenannter Wirklichkeit. Meinetwegen Diskussionsgrundlagen, von mir aus Anregungen, jedenfalls möglichst ehrliche Beiträge zu dem, was um mich und in mir ist. Es erscheint mir albern, irgendeinen Wahrheitsanspruch aufzustellen – wem denn gegenüber und wozu? Wir sind erwachsene Menschen, wir reden ein bißchen über unsere kleine Welt, das ist alles.


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