Stattdessen

Den Schlüssel ins Schloß, die Tür geht auf, der dunkle Flur. Geübter Griff zum Lichtschalter, Tür schließen, Tasche absetzen. In die Küche für ein Glas Wasser, ins Bad für Wasser ins Gesicht. Wie still es ist. Ich bin es, der stört, ich störe die Dinge auf. Nein, heute störe ich nicht. Die Dinge sind zufrieden untereinander oder ohne einander, sie benötigen mich nicht. Ich benötige mein Bett. Es ist dafür da, mich zu betten. Nahezu königlich, denke ich nun. Ich wollte etwas vollkommen anderes schreiben, nämlich darüber, wie still es ist, wenn man nach langen Stunden des Tätigseins heimkehrt und einen Raum betritt, der einzig und allein eigen ist oder zu sein scheint, gegen Geld und auf Vertrauen, aber immerhin. Wirklich sicher bin ich nirgends, außer dort, wo sich jemand für mich einsetzt. An dieser Stelle mag ich nicht enden, deshalb weiter: Daß niemand sicher ist, könnte uns leicht und lachen machen.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Stattdessen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert