Pat Metheny

Soeben entdeckt – einige der frühen Alben von Pat Metheny sind im Netz zugänglich. Das weinende und klagende Long-Ago Child / Fallen Star vom New Chautauqua-Album ist sehr erstaunlich. I. Das Wieder und Wieder des Denkens und Fragens, wenn jemand so sehr fehlt, daß es ist, als sei etwas abgehackt worden vom eigenen Körper. Unfaßbare Schmerzen des endgültigen Verlusts. Wieder und wieder an die Orte des Begegnens und Gemeinsamseins, wieder und wieder der Aufruf derselben Bilder, als seien sie noch nicht genügend verstanden oder als sei auf ihnen etwas Entscheidendes übersehen worden. So arbeitet sich der Schmerz ab, bis er nicht mehr kann. II. Endlich befreit sich das Bewußtsein in die größeren Zusammenhänge, anerkennt die Gesetzmäßigkeiten und erkennt deren majestätische Schönheit. Das Einzelne soll sich dem fügen und muß auch. Pat Metheny ist der Lyriker, der ewig junge Poet unter den Jazzhelden unserer Zeit. An die Schönheit seiner frühen Kompositionen kann er nicht mehr heranreichen. Doch er sucht weiter nach neuen Wegen in die Schönheit, wie mir scheint. Was ihm damals zufiel, muß er sich heute erarbeiten. Das muß hart sein. Aber er lebt und wirkt, und ich bin gespannt auf seine weiteren Einsichten und Gedanken.


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