Jaco Pastorius mit Weather Report in Offenbach 1978

Wer den Irrwitz einer Künstlerexistenz im Scheinwerferlicht unter Vollbeobachtung der Kameras und der Augen des Publikums nachsehen möchte, schaut sich das aufgezeichnete Baßsolo von Pastorius in der Stadthalle Offenbach 1978 an, Titel: A Portrait of Tracy, seiner Frau gewidmet, Tracy Sexton. Oder Birdland, gleiches Konzert, oder noch besser: Third Stone from the Sun. Da lächelt er sogar, tanzt ein wenig. Einsamer Artist in seinem Können und gefangen von den düsteren Visionen seiner Generation, ein Narr, ein Clown, ein Verlorener. Zum Ende des Stücks balanciert er den E-Baß auf der Spitze der Kopfplatte. Was sonst soll er noch bieten, als Zirkuspferd und Vorzeigetalent der berühmten Weather Report? Wir sehen das post festum, doch das Publikum damals, das konnte es doch auch sehen. Rockpalast, WDR. Black Market gleich zu Beginn, so versteht man das Sirrende und Flirrende, das Sinnenbetäubende dieser Musik, das einen hinausträgt in eine andere, nicht bessere Welt.


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