Der sechste Tag und das Nichtstun

Mit dem Gewitter kam der Wind in Böen und schüttelte die schlanke Birke, daß sie zu tanzen begann auf ihrer Stelle, als sei das Feuer in sie gefahren, und fuhr auch ins Gebüsch, daß es durchgeschüttelt wurde wie von einem, der was wissen will. Streifen schräg durch den Raum, das war der peitschende Regen. Das hieß einst Unwetter, als sei das kein Wetter, sondern etwas anderes, ein Unaussprechbares. Vorgestern im Garten dachte ich über Unkraut nach, anschließend über Unfall und Ungemach, weiterhin an jenen Extrempoeten, der die vielen Unwörter in seinen Steingarten der großen Worte wälzt und sich abarbeitet am Unvorzeitlichen, Unausdenkbaren, Unabschließbaren, Wesenheiten einer Sphäre, die einem Dachboden ähnelt oder einer Hinrichtungsstätte des blutig verflossenen letzten Jahrhunderts, dem des großen Glaubens an gerechtfertigten Mord. Des weiteren pflegte ich das Nichtstun, da mir die Träume ausgehen. Es sprießt der Bart in grauen Stoppeln, ich werde zum Wolf und heule in die Nacht, ein schauriges Lied wird mir rechtzeitig einfallen, mal schauen, was der Mond dort draußen macht.


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