Immer stand er dort

Orkan, auf der Straße liegt ein Baum. Ich sah ihn eine Stunde lang dem Sturm trotzen, der Stamm schräg vor dem Wind wie der Mastbaum eines Segelboots. Statt eines Segels trägt er Laub, das bunte Kleid seiner vielen Blätter. Es war kurz vor siebzehn Uhr, da konnten ihn seine Wurzeln mit einem Mal nicht mehr halten, da legte er sich auf die Seite, langsam und weich, als sei es Müdigkeit, die ihn streckte, und nicht Ausgerissenwerden. Ich sehe ihn so, wie die Vögel ihn sahen, vor kurzem noch, von oben, nur daß sein Wipfel nun halbwegs nach Osten zeigt, etwa in Windrichtung. Er liegt auf der Fahrbahn vier bis fünf Meter im Weg, und ich sähe es gern, wenn man ihm wieder aufhülfe, ihn zurück in sein Wurzelbett setzte und ein wenig stützte, bis er wieder Fuß gefaßt hat auf seinem Mittelstreifen zwischen den Bahnen für die vielen täglichen Autos.


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