In der Untergrundbahn ein Mann mit Undercut-Schnitt und einem schwarzen Kapuzenpulli, auf dem stand: DEATH BEFORE DISHONOR, darunter: I’LL FIGHT FOR MY BROTHERS, darunter: I’LL DIE FOR MY FAMILY. Seine Beine waren tätowiert, das Haupthaar lag gegelt. Erst dachte ich, er sei ein Krieger, dann dachte ich: Poseur, endlich begriff ich: er ist Anhänger einer Metalband aus Boston, Massachusetts. Ein anderer Mann im Waggon interessierte sich ebenfalls für den Austräger dieser markigen Parolen, sah die ganze Zeit zu ihm hinüber, kratzte sich am Kopf, zuckte mit den Schultern, lockerte seine Arme. Ein Boxertyp, ein Fighter, einer mit guter Lust, sich zu schlagen. Es juckte ihn. Der Metal-Fan konnte davon nichts ahnen, er stand mit dem Rücken zu uns. Station Yorckstraße war Ausstieg, für BOSTON HARDCORE und für mich. Der Boxer überlegte, stieg aus, stieg wieder ein, stand mir im Weg, ich kam nicht raus. Tschuldigung, sagte er. Kein Problem, sagte ich. Er fuhr weiter, zum Glück. DEATH BEFORE HONOR lief vor mir her den Tunnel entlang Richtung Rolltreppe und hatte keine Ahnung von der Herausforderung, die ihm entgangen war, dem blutigen Kampf für Ehre und all das andere auch.
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