In den Dorfbach führte ein großes Kanalrohr, wir gingen gebückt hinein, eine Mutprobe. Es roch dort, der Boden war glitschig, grün und braun. Wir mußten gegen unsere Angst und gegen die Instinkte immer weiter gehen, zehn Meter, fünfzehn Meter. Wir waren jung, wir waren klein, wir krabbelten schließlich, da das gebückte Gehen schmerzte. Nach vielleicht siebzig Metern war da dieser Kessel, dort konnten wir ausruhen und stolz sein. Von allen Seiten kamen Rohre, es war dort ein Versammlungsort des Wasser aus den Feldern. Wir setzten uns und berieten die Lage, sie bestand darin, daß wir es geschafft hatten, unauffindbar zu sein. Sie bestand auch aus bedrückender Angst, denn wir saßen wenige Meter unter der Erdoberfläche gefangen in einem ummauerten Raum, der jederzeit geflutet werden konnte. Der Blick zurück zeigte einen winzig hellen Fleck von der Größe einer Pupille. Dort lag die Welt, wir waren ganz woanders.
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