Über das weite Feld

Auf dem Flugfeld war es kahl und leer, ein kalter Wind kam aus Nordost. Die Drachenlenker waren gekleidet wie Taucher im Nordpolarmeer. Die Wohncontainer für die Flüchtlinge, die noch kommen werden, stehen leer. Der Himmel war glatt und blau, im Westen leuchtete die untergehende Sonne nach. Ein Mann bewegte sich pfeilgerade von Südwest nach Nordost und eilte querfeldein in Richtung des Schießstandes und des Sprunggerüsts für Fallschirmspringer; er lief weiter, kam am Softballfeld an, umrundete es, bog rechts ein zur Moschee, ließ sie und die Friedhöfe liegen, überquerte die vierspurige Straße am dafür vorgesehenen Ort, die Ampel zeigte Grün. Erst folgte er den Radfahrern und Fußgängern in den Park, dann lief er erneut gegen den Wind, zielstrebig wie ein Sekretär, dessen Botengang keinen Umweg duldet. Er trug sich selbst an das Ziel, was ihm schließlich gelang. Es war der 7. Januar 2018.


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