Soeben sagte jemand: „Es ist so schwer. Nach außen bin ich der, der ich einmal war. Aber nach innen bin ich es nicht mehr.“ Etwas Schreckliches ist geschehen, und das liegt meistenteils innen. Den anderen Menschen sichtbar ist das Außen, es beruht auf Wiedererkennung. Das allein bedeutet Person. Hinter der Person mag sonstwas stattfinden, in ihr meinetwegen; sofern es nicht sichtbar oder hörbar wird, gehört es nicht zur Person. Die Person stirbt (fällt ab, zerschellt), wenn von innen keine Unterstützung mehr kommt.
Recht schnell läßt sich keine neue Person finden, das weiß das Innen. Deshalb paßt es sich an und gewährt der Außenpolitik Unterstützung. „Essen ist politisch“, lese ich seit Tagen auf Plakaten. Menschsein ist es ebenfalls, nur daß wir aus unseren Mißhelligkeiten und Identitätskonflikten keine Angelegenheit der Polis machen möchten oder wollen.
Es ist schwer, ganz richtig. Person sein zu müssen ist schwer, leben zu lernen ist schwer. Müßten wir kämpfen lernen und töten, würden wir denken, das Leben an sich sei leicht und schön. Da wir das nicht tun müssen, bewegen wir uns auf dem geschlängelten Pfad der sonstigen Schwierigkeiten und lächeln von Zeit zu Zeit, wenn wieder einmal ein Witz unsere köstliche Lage berührt.
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