Kaum jemand unterwegs. Mond am Himmel, rund wie eine antike Münze. Ein Stück fehlte noch oben links, eigentlich kein Stück, eher ein Anschnitt, als hätte sich jemand mit dem Skalpell davon genommen, einen Strich nur. Der Mann, der das überprüfte, stand für Minuten still, als sähe er den Mond in sich ein. Die Straßen lagen lang und leer, das Kopfsteinpflaster glänzte schwarznaß. Der Weg führte durch diese sogenannte Leere, in der Automobile standen wie erkaltete Tiere. Links und rechts und in die Höhe mußten die unsichtbaren Menschen sein hinter Mauern und Fensterlöchern. Die Türöffnungen waren numeriert. Mondlicht schien in möblierte Zimmer. Der Mann ging langsam, er trug einen dunklen Mantel und eine Wollmütze. Nacht für Nacht zieht er los, niemand weiß, was er vorhat oder wohin er strebt. Man wird ihm folgen müssen.
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