Abschied

Heute wird die Birke umgehauen. Es ist Nacht. Wenn ich erwache, wird sie umgehauen sein. Den Hof kenne ich nicht ohne sie, ich lebe seit fünfzehn Jahren hier. Eben war ich kurz bei ihr und beruhigte sie wie ein Tier, das zur Schlachtung steht. Doch ein Baum ist kein Tier. Sie steht im Hof wie immer, hoch und schlank. Sie hat das Pflaster hochgehoben und anderes mehr begangen, die Hauswand hat Risse, sie muß weg. Nachher liegt sie in Scheiben. Dies ist mein Abschied, die Birke weiß nichts davon. Denkt man jedenfalls, aber ich weiß nicht, was jedenfalls bedeuten soll.


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