Endliche eine offene Frage:
Wenn ich doch wüßte, wohin es mich zieht. Ich weiß nicht einmal, ob es mich zieht. Vielleicht stößt es mich auch und treibt mich vor sich her. Dieses Ersatzsubjekt, dieses mächtige „es“. Wenn es regnet, wer regnet denn dann; wenn es nicht geht, wer oder was geht denn dann nicht? „Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben …“ (Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung, Kapitel 5)
Was wäre denn gewonnen, wenn ich wüßte, wohin es mich zieht oder stößt? Könnte ich besser steuern, laufen, mich orientieren? Fände ich geeignetere Partner für die vor mir liegenden Streckenabschnitte und Aufgaben? Wäre es ratsam, das Vorhaben noch einmal zu überdenken und gegebenenfalls zu stornieren? Vielleicht ist mein geheimes Ziel die Verdammnis auf Erden, weil es einem mächtigen Götzen so gefällt.
Im Rückblick ergibt sich der Weg. Nach vorn sind wir blind, daher die Entwürfe und Planskizzen möglicher Zukünfte. Die Achtsamkeit und Wachsamkeit gilt der Gegenwart. Die Bewegungsmuster und Richtungsentscheidungen entnehmen wir der Vergangenheit, in ihr liegt alle Erfahrung. Erfahrung ist Bewegung als Wahrnehmung. Wer nicht weiß, woher er kommt, irrt seltsam umher. Es ist schlimm, nichts zu wissen oder zu können.
Dann muß man so tun als ob. Daher die Phrasen, das Getue, das Geschwätz.
„Dann hau doch endlich ab! – Wohin? Wohin? – Nach Mexiko, nach Mexiko!“ (Spliff)
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