Über die toten Punkte eines nicht enden wollenden Arbeitstages hinaus. Euphorisch, ekstatisch, nachher sonstwas. Ermattet, besiegt, zerlegt. Vorher dieses hormonelle Aufbäumen, ein Schub positiver Energie für ein Tanzen auf den Verhältnissen. Als habe man Stimulanzien benötigt oder Pillen geschluckt. Die Hirnchemie kann das ohne. So stürmt, das Bajonett voran, der zu Tode erschöpfte Soldat in die feindlichen Reihen und spürt weder Anstrengung noch Schmerz. Wir sind mehrstufige Raketen, deren Zündstufen nacheinander gezündet werden. Wenn jemand glaubt, er sei am Ende, beginnt der zweite Teil der Reise. Langstreckenläufer kennen die Zustände hinter der Erschöpfung, eine körperlose Leichtigkeit, die Trance der Bewegung. Trommeln, Tänze, Schlaflosigkeit, suggestive Rhythmen, heilige Gesänge, Hymnen, Silben, Zauberformeln. Nicht aufhören, immer weiter und noch weiter hinaus in den unendlichen Raum der Zeit. Was sind dieser Angelegenheit die Worte? Bevor sie zum Lachen oder Weinen sind wie hilflose Beschreibungen von Musik oder Malerei, sollen sie selbst zu tanzen beginnen. Als Wesenheiten und Begeisterungen, als Klangfolgen mit bunter Bedeutung, und die Bedeutungen tanzen gleich mit. Nüchtern funktioniert das nicht, man muß schon trunken sein vor Glück oder Erschöpfung.
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