Eine ehrliche Sache, diese Kälte. Die Sonne dringt vor in die nacktesten Winkel. Ungeschützt liegt die Erde mit dem, was auf ihr steht oder sich bewegt. Nordostwind bringt Kältenachschub, Sonne kann nicht wärmen. Die Witterung erzeugt Schönheit und Schlagzeilen: „Berlin bibbert“. Nächste Woche dann der „Sprung in den Frühling“. Meinungen zu Problemen ohne Lösung. Morgen darf ich auf den Schlachtensee, jubelte jemand. Der war nicht alt, das kann man sich denken. Von mir aus kann diese klare und helle Kälte noch etwas währen, denn etliche Dinge scheinen mir unbeleuchtet, versteckt und zu warm. Die würde ich ganz gern herausgefordert wissen, nur um zu sehen, wie sie die Kälte bestehen.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.