Tag des Regens. „Klein und wichtig“, etikettierte sich selbst ein Junge vor der Volksbank und lachte. Es war ein besonderer Tag, voller Gewalt und Traurigkeit, dementsprechend auch Wahrheit. Ich arbeitete und fuhr von dort wieder fort. In der Bar meines Vertrauens saßen sie wie zum Volkstrauertag, ergriffen und schweigend. Montagsopfer. Ich rief den Totenmontag aus, das fand Gefallen. Sodann über Tod und Bestattung, Testamente, letzten Willen. An meinem Grab soll kein Priester stehen, ich möchte nicht eingemeindet werden, auch nicht sein. In die Erde oder verbrennen? Die Häßlichkeit von Urnen, die Blödsinnigkeit von Asche. Pressen, bis ein Diamant daraus wird oder Erdöl. Unsere Körper, unsere Seelen. Am Kanonenofen trockneten die Jacken. Wir waren naß, wir kamen von draußen. Es gab nichts zu feiern, aber wir wollten. Das Leben, den Tod? Auch über Friedhöfe. Ich sagte: Dort ist Ruhe. Nur dort kann ich gehen, ohne von der Gegenwart belästigt zu werden. Die Toten wollen nichts, das ist groß.
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