„Jedes Leben ist kostbar. Du hast eine neue Chance bekommen, nimm sie an!“ Dazu der Bitteblick des Bettbeisitzers, eines Gesunden, Gefühls- und Verständnismusik. Filmszene. Aber sie, die dort liegt, ist doch bereit, sie möchte sterben. Kommt der Lebende und versucht, seine Sache (das Leben) ihr schmackhaft zu machen. Wie schmeckt denn das Leben, wonach schmeckt es? Warum das Leben – welches denn und wo? Ein Humanismus der Parolen und des Perspektivschwindels wird in dieser Szene aufgemacht. Wer flötet die Hymnen – wer verröchelt am Ende des Flurs in einer Kammer nachts noch, wenn der Nachtdienst auf den Frühdienst wartet? Ein O auf die gesittet Satten und die satten Gesitteten in ihren lebensbestätigenden Verhältnissen abseits von Schmach und Schande und dem Schmutz des abgewerteten Lebens.
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