Der Kardinal ist kein schlechter Mensch, nur enttäuscht. Vielleicht von der Menschheit, vielleicht von sich selbst. Es war ein langer Weg dorthin, wo er jetzt ist, nämlich, recht besehen, irgendwo. Eine Kammer, ein paar Befugnisse, die üblichen Trägheiten des Herzens. Die Menschen werden niemals gut. Christus wußte das, und doch handelte er, wider alle Vernunft. Ein heiliger Narr. Der Kardinal bekreuzigt sich. Wie schwer es ist, die Wahrheit, die man fühlt, in Worte zu fassen, in Worte, die nicht verletzen. Vielleicht müssen Worte verletzen, damit sie wirksam werden. Heiliger Vater, sei bei mir, da ich solches nicht nur denke, sondern spreche. Es ist spät, die Nacht bringt, wie üblich, Verwirrung. Der Morgen wird klären, was sich angesammelt hat und anfühlt wie Zweifel und riecht nach Schimmelbefall. In wessen Weisheit liegt die Welt? Das sollte keine Frage sein, tatsächlich ist es eine, die wichtigste sogar. Der Kardinal ist kein schlechter Mensch, er wohnt nicht weit, ich kenne ihn ein wenig. Wir spielen Tischtennis, wenn er Zeit hat.
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