Draußen wüten die Gärtner mit lautem Schneidegeräte und zermetzeln das Grün, das über gesetztes Maß hinausragt. Ich höre die Motoren: sie rasseln, sie knattern, sie fauchen und furzen. Als hätte man gemeine und besonders bösartige Wesen in die Gärten des Lebens gelassen. Es sind aber bloß die Angestellten einer Gartenpflegefirma, die mit Mickymaus-Gehörschutz auf den Köpfen die Hecken schneiden, die Rabatten richten und den Rasen mähen. Das macht Krach. Wenn die Geräte für kurze Zeit verstummen, bemerke ich, daß ich atme. In dieser lauten Weltwirklichkeit müßte man verrückt werden, wäre man es nicht längst.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.