… und es könnte doch sein, daß wir in uns unendlich sind. Unausschöpfbar viel, unbegehbar weit. Und es könnte doch sein, daß die Individuen sich darin unterscheiden, ob und wie weit sie sich ins Innere hinausbegeben. In diesem Sinne: eine Expedition antreten und sich an die Erforschung wagen. Und es könnte doch weiterhin sein, daß dieses Hinausgehen ins Innere dazu führt, daß die Räume immer weiter werden und die engen, stickigen Kammern, in die sein Ich man zu zwängen pflegt, nur Transiträume sind. (Wer ein fremdes und neues Land betritt, muß auch durch solche Kammern, da zählen noch Paß und Gesicht, da wird kontrolliert, ob eines zum anderen gehört.) Das Hinausgehen ins Innere ist kein luftig-lustiges Paradoxon, sondern Bild einer vollständigen und konsequenten Bewegung, paßgenaues Gegenstück jener anderen Vorstellung, derzufolge wir in die Welt eintreten, um zu uns selbst zu finden: Hineingehen ins Äußere. Das ahnen die Jungen, wenn sie nach sich suchen, während die Alten vielleicht des Forschens müde werden, irgendwann, eines Tages. Manche finden ja auch nichts, dann bleibt es bei dieser einen Version.
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