Die Probleme der Welt

In der Serie Fargo die Parabel des Mannes, der reich ist und eines Tages bemerkt, daß es sehr viel Leid auf der Welt gibt. Er möchte helfen und vermacht sein gesamtes Geld einer Wohltätigkeitsorganisation. Nachdem dies geschehen ist, muß er feststellen (er liest Zeitung), daß seine Wohltat bei weitem nicht ausgereicht hat. Die Leiden der Menschen sind unermeßlich. Er besucht einen Arzt und bietet sich als Spender für eine Niere an. Der Arzt ist erfreut und nickt. Die Operation verläuft ohne Komplikationen, doch das Leid ist nicht aus der Welt zu schaffen – das weiß wenig später auch der einstmals reiche Mann, dem nun eine Nierenhälfte fehlt. Er besucht den Arzt ein weiteres Mal und bietet nun alles an, was er hat: seinen gesamten Körper mit allen Organen. Der Arzt muß ablehnen, denn das, so sagt er, ist nicht Organspende, sondern Suizid. Er schickt den Mann nach Hause. Der Mann kann nicht damit leben, daß es Menschen gibt, die leiden, während er selbst doch helfen könnte. Er legt sich in die warme Badewanne und schneidet mit einem Rasiermesser die Pulsader auf, das Blut spritzt bis an die Wand, auf der das Wort ‚Organspende‘ geschrieben steht.

„Nur ein Verrückter sagt, er könne die Probleme der Welt beheben“, sagt der Nachbar.

„Aber man muß es doch versuchen, oder nicht?“ fragt Gus.


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