In München erstaunte mich die Sauberkeit. Nur ein einziges Mal entdeckte ich Unrat: Wotan-/Ecke Herthastraße: eine ausgerauchte Kippe, selbstgedreht, lag wie ein weißes Würmchen auf grauen Gehsteigplatten vor einem Neubau, aus dem Geschäftsleute in die Mittagspause traten, Geschäftliches beredend, plaudernd. Ich erwischte die Arnulfstraße Richtung Altstadt und folgte ihr ostwärts, doch nirgendwo lag irgend etwas auf der Straße, nicht daneben. Wie war es in München? Schön, sage ich. Wirklich? fragen sie. Daß es in München schön sein mag, kann sich in Berlin niemand vorstellen. In München muß man (alles in allem) einverstanden sein – in Berlin nicht. Das ist der Unterschied, und er erklärt auch den Dreck auf den Straßen. Allerdings wird München unterschätzt.
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