Aus dem Zusammenhang 68

„Ich wünschte, Preston würde mehr Zeit mit mir verbringen. Aber das will er nicht, er hat keinerlei Interesse daran, so als würde ich ihm einfach nur zur Last fallen. […] Als Preston noch ganz klein war, hatte er so einen großen schlappen Teddybär, so einen schlaffen, ausgebeulten, verschissenen Bär, und er schleifte ihn überall mit, und ich meine das wörtlich: überall hin. Und er hielt an dem Tier fest, er hielt viel zu sehr an dem Tier fest, viel länger, als man an einem solchen Tier festhalten sollte, verstehst du. Also nahmen wir ihn ihm weg und versteckten ihn, und ihm erzählten wir, er sei verloren gegangen. Wir machten uns, ich weiß nicht, wir machten uns einfach Sorgen: daß man ihn hänseln würde … oder daß er nicht erwachsen würde … oder so einen Blödsinn, keine Ahnung, ich meine … — O Gott, er wurde so betrogen, wir haben ihn so betrogen. Er war völlig verzweifelt, es brach ihm das Herz. — Was ist das nur für eine Scheiße, Eltern spielen zu müssen.“

„Ja, aber das muß nicht so sein. Ich hab das Gefühl, daß ihr alle … ihr denkt ständig, daß ihr euch die ganze Zeit Sorgen machen müßt – so als wärt ihr schlechte Eltern, wenn ihr euch nicht permanent Sorgen machen würdet. — Woher kommt das?“

„Weißt du was, ich bring dich jetzt nach Hause.“

„Was?“

„Hol deine Sachen, wir fahren.“

„Ist das dein Ernst!“

„Ja. Ja.“

Prestons Vater im Gespräch mit Charlie, dem entlaufenen Sohn des Nachbarehepaares, in Land der Gewohnheit

 


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