In der Untergrundbahn spielen zwei Musiker, südamerikanische Indios, Gitarre und die zehnsaitige brasilianische Mandoline; sie spielen nicht nur von einer Station zur nächsten, ein bis zwei Minuten lang, um sogleich mit Hut oder Pappbecher Geld einzusammeln, wie all die anderen, die wir hier anhören und ertragen, sondern spielen ihr Lied, spielen und spielen, es dauert, sie geraten hinein in das Stück, mehr und mehr, tiefer und wilder; scheiß doch auf die Stationen, scheiß doch auf das Ein- und Aussteigen; ihr Stück hat seine Länge und Größe; sie rocken und tanzen den Waggon, und es ist ein Lächeln auf den Gesichtern der Abendmenschen, die von der Arbeit heimwärts fahren und kaputt sind; alle spüren es und geben und wollen geben; am Mandolinenhals baumelt ein Lederbecher, in den werfen die Aussteigenden ihre Münze; man muß ihnen nichts unter die Nase halten, sie geben gern; die Musiker spielen, nicken, lächeln, spielen weiter.
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