Die Gedanken entstehen aus der Bewegung, sie selbst sind Bewegung. Oder ich sitze und werde bewegt, im Zug auf der Fahrt nach irgendwohin, sehe aus dem Fenster und erkenne eine Landschaft, wobei „erkennen“ reichlich übertrieben ist, denn ich lerne sie eben erst kennen, flüchtig und im Vorübereilen. Doch ich schaue aus dem Fenster und kann mich schwer nur auf das Buch konzentrieren, das aufgeschlagen auf meinem Schoß liegt. Das Buch mag ein Recht anmelden, gelesen zu sein, doch die Landschaft ist stärker; sie genießt das Vorrecht der ersten Wirklichkeit. Ich bin kein Scout, ich pirsche nicht durchs Gehölz, bin auch kein Jäger der üblichen Art. Doch mir ist, als lägen dort Botschaften, als wollten die Landschaften sprechen und könnten es auch. Und tatsächlich, das tun sie. Daher die Maler, die Photographen, selbst die Touristen. Sie alle möchten verstehen, was nicht in Worten ist.
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