Die Frühmorgensmaschinerie, die ist wie Schlachthof, wie schnelle Schnitte, wie Verbluten und Augenverdrehen, wie Gurgeln statt Sprache, wie Zertreten werden unter Nagelsohlen, wie Matsch wegfegen im Winter nach Schnee in der Nacht und anschließend Tauwetter oder Salz, das Sinnlose solcher Folgen, erst dies tun, dann das, kann denn mal was liegen bleiben oder gültig sein für mehr als nur bis gleich. Die Frühmorgenmaschinerie ist das Grauen und die Gewalt (sieh nur: der Himmel), der Lager und der Gefängnisse, der Anstalten und Heilstätten, der Krankenhäuser und der Fabrikarbeit, des Zermatschens von Fleisch und Seele, der Deportation, niemand will dorthin, ist täglicher Morgenscheißfahnenappell, Zeremonie eines endlos wiederholten Lügenkatechismus‘, im Frühtau zu Berge, wir ziehen ab, deshalb alle glücklich, Sklave zu sein und Teilchen und mitzumachen und gemeinsam mit den anderen so zu tun also ob. O wir süßen kleinen Unschuldslämmer, Lügenbolde, wir Mitmacher, wir Bezahlten, wie wir täglich unser Lied singen, morgens noch mit Blut in den Augen und Wunden vom Rasiermesser, sieh nur die Zähne, wenn wir unsere Tüchtigkeit herausgrinsen aus dem Schlund, aus dem das kommt, was man geworden ist, so kurz vorm Geständnis.
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