Inspiziere die Serie Suits. Ein junger Anwalt, angeblich Havard-Absolvent, ausgestattet mit „photographischem Gedächtnis“, rudert und löffelt sich nach oben. Es gibt Gönner und Neider, Bürotürme, gläserne Büros, Flure mit Auslegware, Aufzüge, Plazas, Make-up, Krawatten, taillierte Herrenanzüge, Affären, Herrenschuhe, kostspielige Autos und Ironie. Es geht um Millionen, wie stets. Die Idee der Serie ging mit der Finanzkrise nicht den Hudson hinunter: sie zeigt Anwälte, nicht die bösen Hauptschuldigen. Klienten gesucht. Der begabte Trottel schlackert sich durch die Folgen und muß in Fettnäpfe treten. Man merkt: das ist Bildungsfernsehen, so wird man Staranwalt. Der Protagonist ist sympathisch, das macht die Sache empfindlich. Was würde aus ihm, wäre er es nicht? Ansonsten ist er recht wenig. Kaum gebildet, fast schon unwissend, durchschnittlich informiert. Angeblich intelligent – was immer das heißen mag.
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