John Malkovich als Piers. Piers ist ein ausgebrannter und ideenloser Maler, der seine beste Zeit hatte, als er noch trank. „Die Kunst des toten Mannes“ beeindruckt auch ihn, sie scheint ein erloschen geglaubtes Feuer in ihm zu entfachen. Einmal sagt er: „Ich trinke wieder, ich nehme das als ein gutes Zeichen.“ Trocken kam nichts. Malkovich spielt diesen Piers, wie er seit langem jede Rolle spielt: beiläufig, unangestrengt, gelangweilt. Er verläßt sich auf seine Präsenz: die gefährlichen Augen, den lüsternen Mund – „der Hauch von Grausamkeit um die verworfenen Lippen“ (Oscar Wilde) – die weiblichen, ein wenig tuntig wirkenden Bewegungen seiner Unterarme und Hände, den kahlen Schädel mit Ohren daran, die alles hören, was sie hören wollen, den Augenbrauen und Stirnfalten als Instrumente der Geringschätzung und Mißbilligung. Es scheint eine Instanz zu geben, die unaufhörlich wertet und verwirft. Da von anderen bekanntlich nichts oder wenig erwartet werden kann, muß dieses hochempfindliche und reizbare Wesen, um sich bei Laune zu halten, selbst für Überraschungen sorgen. Zu seinem größten Erstaunen hält ihn alle Welt für eine große Persönlichkeit. Eigentlich ist er schüchtern, es macht ihn verlegen, wenn alle schauen und saugen. Lebt euer Leben, denkt er und drückt den Kippschalter für das geöffnete Seitenfenster der Limousine.
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