Sein Name heute noch

Die Lebensgeschichte des Jakob Michael Reinhold Lenz, Büchners Blick auf diesen Gequälten und Suchenden. Goethes Abweisung, Tod in Moskau, das unbekannte Grab. Psychopathologie eines Untergangs. Handeln ist die Seele der Welt, schrieb Lenz, ganz gleich zu welchem Ende hin. Er wollte leben, nicht einpreßt sein in eine Stelle oder einen Zwang. Nirgends wurde er heimisch, sein Werben vielerorts blieb vergeblich. Da hat sich einer zuende gelebt, und ich teile nicht das Gejammer, das man über seine Lebenswanderschaft anstimmt. Es ist nicht nötig, alt zu werden und als Pensionär zu sterben, nur eine von vielen Möglichkeiten. Ein Leben soll sich runden, doch niemand kann sagen, in seiner wievielten Runde Lenz auf offener Straße zusammenbrach, 41jährig. Nicht alle finden ein irdisches Heim, manchen ist das ganz und gar unmöglich, sie müssen immer wieder weiter, es zieht sie fort.


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