Vormachen, nachmachen, machen

Irgendwer hat einem irgendwas irgendwann gezeigt – deshalb können wir es. Die Schuhe schnüren, die Uhr lesen, Buchstaben und Laute verbinden, eine Karte einnorden, Fahrrad fahren, im Schwimmbecken nicht untergehen, einen Rucksack packen, einen Berg besteigen, die Kräfte einteilen, ein Zelt errichten, ein Feuer entfachen, ein Instrument spielen. Ich erinnere mich, daß jemand sagte, ich solle beim Essen mit dem Löffel darauf achten, nicht mit dem Löffel an die Zähne zu geraten, das mache ein so schreckliches Geräusch. Ich lernte auch, auf einem Moped zu sitzen, Kupplung und Gas zu benutzen, die Gänge zu schalten und geradeaus zu fahren. Vor vielem hatte ich Angst, und ich dachte oft: Das schaffe ich nie. Hilflos dachte ich endlos über das Küssen nach. Bis heute habe ich keine Kettensäge in den Händen gehalten, mit ihr zu sägen traue ich mich nicht. Man müßte es mir zeigen. Ich kann vielleicht schreiben, aber wie es geht, weiß ich nicht.


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