„Eine Currywurst mit Pommes bitte“, bestelle ich vor dem geöffneten Schiebefenster des Steglitzer Imbisses Zur Bratpfanne. Es ist halb neun Uhr am Abend. Die Imbißfrau wirkt nicht begeistert, sie fragt mit leiernder Stimme: „Welche Wurst? Wie groß die Pommes?“ Vermutlich will sie schon Schluß machen, aufräumen, putzen, Geld zählen. „Die Wurst mit Darm, Pommes kleine Portion“, sage ich. „Auf die Pommes was drauf?“ – „Ketchup bitte.“ Sie nimmt mit der Greifzange eine Wurst aus dem Bratbecken, positioniert sie auf der Pappwanne und schneidet sie in mundfertige Stücke. „Wann schließen Sie denn?“ frage ich. „Um eins“, sagt sie, kurz angebunden. Die Pommes frites sind fertig, sie bekommen ihren Platz neben der Wurst im Darm in der freien Hälfte der Pappwanne. „Guten Appetit“, wünscht sie. „Was macht das?“ frage ich, nun deutlich unfreundlich. „Vier zwanzig“, sagt sie. Ich lege einen Fünf-Euro-Schein auf den Zahlteller. Sie gibt mir achtzig Cent zurück, über den Zahlteller hinweg in die Hand. Das ist Berlin.
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